Training/Kultur

Wenn funktionierende Teams nicht mehr ganz ausreichen

Viele Teams sind leistungsbereit, aber nicht hochleistungsfähig im Sinne von Anpassungsgeschwindigkeit, Lernfähigkeit und gemeinsamer Verantwortung. Gerade auch in Stabs- und Zentralbereichen entsteht so eine paradoxe Situation: hohe fachliche Professionalität, aber geringe gefühlte Gestaltungskraft. Teams liefern zuverlässig ab – entwickeln sich aber zu selten wirklich weiter.

Porträt Partner Olaf Spiegelberg

Autor Olaf Spiegelberg

Datum 20.02.2026

Kategorie Training/Kultur

Wie Kreditinstitute Kultur und Performance nachhaltig von innen entwickeln können

 

1. Ausgangssituation: Gut organisiert, aber nicht wirksam genug

Kreditinstitute stehen heute in einem Spannungsfeld, das viele Führungskräfte und Mitarbeitende verschiedener Generationen sehr klar benennen, aber im Alltag nur schwer auflösen können: Hohe regulatorische Anforderungen, steigende Anforderungen an die Vertriebsleistung, Fachkräftemangel, technologische Transformation und ein sich wandelndes Kundenverhalten treffen auf historisch gewachsene Strukturen, Rollenbilder und Führungslogiken.

Typische Ausgangssituationen in der Praxis sind:

  • Teams funktionieren operativ, liefern zuverlässig Ergebnisse, wirken aber wenig innovativ oder lernfähig.
  • Silos zwischen Markt, Marktfolge, Stab und IT, die Zusammenarbeit verlangsamen und Verantwortung fragmentieren.
  • Führungskräfte erleben hohe individuelle Leistung, aber geringe kollektive Wirksamkeit.
  • Veränderungsinitiativen erzeugen Projektmüdigkeit, da sie häufig additiv statt integrierend wirken.
  • Konflikte werden vermieden oder formalisiert, statt sie produktiv zu nutzen.
  • Psychologische Sicherheit ist implizit erwartet, aber nicht explizit gestaltet.

Kurz: Viele Teams sind leistungsbereit, aber nicht hochleistungsfähig im Sinne von Anpassungsgeschwindigkeit, Lernfähigkeit und gemeinsamer Verantwortung.

Gerade auch in Stabs- und Zentralbereichen entsteht so eine paradoxe Situation: hohe fachliche Professionalität, aber geringe gefühlte Gestaltungskraft. Teams liefern zuverlässig ab – entwickeln sich aber zu selten wirklich weiter.

 

2. Der Weg zum Hochleistungsteam: Sieben typische Kernherausforderungen

In der Praxis beobachten wir immer wieder ähnliche Herausforderungen; auch in gut aufgestellten Teams. Der Weg vom „gut funktionierenden Team“ zum Hochleistungsteam ist kein Methodenproblem, sondern ein Entwicklungsprozess, der mehrere wiederkehrende Spannungsfelder aufzeigt:

  1. Von individueller zur kollektiven Verantwortung
    Leistung wird häufig individuell gemessen, während Ergebnisverantwortung eigentlich im Team liegt.
  2. Von Harmonie zu produktiver Reibung
    Konfliktvermeidung verhindert Lernen und Innovation.
  3. Von impliziten Erwartungen zu expliziter Klarheit
    Rollen, Entscheidungslogiken und Verantwortlichkeiten sind oft nur „gefühlt“ klar und abgestimmt. Darüber hinaus wird es Zeit in der Logik auch von temporären Rollen zu denken und handeln.
  4. Von Führung als Steuerung zu Führung als Rahmensetzung
    Führungskräfte stehen vor der Herausforderung, Kontrolle abzugeben, ohne Verantwortung zu verlieren.
  5. Von Fehlervermeidung zu Lernorientierung
    Gerade in regulierten Umfeldern ist der Umgang mit Fehlern emotional und kulturell hoch aufgeladen.
  6. Von Meeting-Taktung zu echter Reflexionsfähigkeit
    Teams haben wenig Raum für systematische Selbstbeobachtung.
  7. Von Veränderungsprojekten zu Entwicklungskompetenz
    Change & Transformation wird oft extern angestoßen, statt intern getragen.

Diese Herausforderungen sind kein Zeichen von Schwäche – sondern typisch für Organisationen, die erfolgreich sind und nun unter dem Druck steigender Komplexität stehen. Es macht auch keinen Sinn über isolierte Lösungen nachzudenken, sondern über ein übergreifendes Vorgehensmodell nachzudenken.

 

3. Die Idee: Performance entsteht im Loop, nicht im Konzept

Auf dem Weg zum nachhaltigen PerfomanceTeam stehen drei wesentliche Stufen im Mittelpunkt. Diese drei Stufen verstehen sich als kontinuierlicher Kreislauf, der individuell im Arbeitsalltag des Teams fest verankert ist. Es ist ein pragmatischer Dreiklang, der

  • Orientierung & Sicherheit
  • Verantwortung & Wirksamkeit, sowie
  • Lernen & Anpassung

pragmatisch miteinander verbindet. Es ist die Arbeit an realen Fällen, echten Spannungen, produktiver Wirksamkeit und konkreten Entscheidungen – und kein theoretischer bzw. abstrakter Methodenbaukasten.

Jeder einzelne Baustein hat einen klaren Fokus. Die Führungskräfte und die Teams werden in die Lage versetzt, kontinuierlich die Performance mit hoher Eigenverantwortung weiterzuentwickeln. Die einzelnen Ergebnisse dieser Entwicklungs-/Lernreise lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

Der Weg zum PerformanceTeam ist kein Kulturprojekt und kein Methodenbaukasten. Er ist ein konsequent gestalteter Lernprozess im Alltag; gemeinsam durch die Führungskraft und das Team. Vor allem aber entsteht etwas sehr Entscheidendes: Performance mit Energie – nicht auf Kosten der Menschen, sondern durch ihre Wirksamkeit.

Mit einer Kombination aus pragmatischer Vorbereitung und weiteren agilen Elementen begleiten wir gemeinsam Führungskräfte wie aber auch komplette Teams auf dem weiteren Entwicklungsweg:

Lassen Sie uns gerne gemeinsam diskutieren, wo in Ihrem Institut die zentralen Stellschrauben und Lösungsansätze auf dem Weg zum Performance-Team liegen. 

Wir freuen uns auf Sie.

Interesse geweckt?

Dann nehmen Sie doch einfach Kontakt mit uns auf.

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